DM Langdistanz-Triathlon: Katharina Grohmann wird Deutsche Meisterin in Hamburg

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Katharina Grohmann konnte es am Sonntagnachmittag um 15.15 Uhr auf dem Hamburger Rathausmarkt kaum glauben: Deutsche Meisterin über die Langdistanz! Damit landete die Bad Vilbeler Profitriathletin den bisher größten Treffer ihrer 8jährigen Triathlonlaufbahn. „Ich lief mit Gänsehaut durch den Zielkanal“, freut sich Grohmann. „Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als zweite Frau hinter der Australierin Sarah Crowley zu finishen.“

Die blaualgenbedingte Änderung des Wettkampfformates in einen Langdistanz-Duathlon kam Grohmann sicherlich entgegen. Schließlich liegen ihre sportlichen Wurzeln im Laufen bei der LG Eintracht Frankfurt, ehe sie 2010 verletzungsbedingt zum Triathlon fand. „In meinem ersten Ironman habe ich mich auf Anhieb für die WM auf Hawaii qualifiziert“, erzählt Grohmann. „Da wusste ich, dass Triathlon meine Sportart ist.“ Insgesamt 48 Laufkilometer, sechs vor den 180 topfebenen Radkilometern und 42,195 im Anschluss mussten am Sonntag bewältigt werden. „Ich bin das Rennen auf den ersten sechs Kilometern sehr kontrolliert angegangen, da ich mir noch genügend Körner für die anschließenden beiden Disziplinen aufheben wollte”, sagt Grohmann, die im Gegensatz zu vielen Profis eine Halbtagsstelle als Fitnesstrainerin im firmeneigenen Fitnessstudio bei Hassia und Luisen ausübt.  “Auf dem Rad habe ich mich streng an die Wattvorgaben meines Trainers Utz Brenner gehalten, mit dem ich seit einem Jahr zusammenarbeite.” Hier überholte sie die Vierte und ging als dritte Athletin auf die Laufstrecke durch die Innenstadt und entlang der Alster. 8:13:30 Stunden zeigte die Uhr im Ziel, starke 3:06:17 Stunden lief sie im Marathon nach 180 Radkilometern.

 „Ich starte Ende des Jahres auf einem weiteren Ironman, hier möchte ich mir die direkte Nominierung für Hawaii 2019 holen“, bilanziert die 31jährige. „Im Oktober werde ich nicht auf Big Island starten.“  Ab dem Jahresende gilt im Profibereich die direkte Qualifizierung durch einen Gesamtsieg oder einer Top 2-Platzierung bei den Continental Championships.

Daniela Sämmler beißt sich durch und wird DM-Zweite

Als eine der Topfavoritinnen ging Daniela Sämmler (Darmstadt) ins Rennen. Stellte sie doch am 01. Juli an der Challenge Roth den 10 Jahre alten deutschen Rekord der Frauen mit 8:43:42 Stunden ein. „Mein Ziel war es, das Rennen zu gewinnen und meinen Titel aus dem letzten Jahr zu verteidigen“, sagt die Darmstädterin. „Dann hätte ich mir noch die Hawaii-Quali holen können.“ Bereits auf dem Rad fühlte sie sich nicht topfit, auf der Laufstrecke verstärkten sich ihre Magenprobleme und besonders in der zweiten Marathonhälfte musste sie streckenweise gehen. „Aufgeben war keine Option für mich“, sagt Sämmler. Als zweite deutsche Profiathletin finishte die Südhessin nach 9:18:32 Stunden auf dem Rathausmarkt. „Durch die Verlängerung des Rolling-Starts im Duathlon auf eine Stunde wurde das Teilnehmerfeld von Anfang an entzerrt“, lobt die Mutter des 7jährigen Marlon die Organisation der Ironman Hamburg. Wobei sie als starke Schwimmerin natürlich lieber mit dem Schwimmen als Auftaktdisziplin gestartet wäre.

DM-Bronze für Paul Schuster

Der Darmstädter Paul Schuster feierte in Hamburg an seinem zweiten Ironman überhaupt in 7:34:05 Stunden deutsches Bronze der Elite. „Mich hat die Entscheidung, mehr als 50 Kilometer – mit Wechselzone und Einlaufen – zu Fuß zurücklegen zu müssen, nicht begeistert“, sagt der Student der Sportwissenschaften. „Da ich im letzten Jahr eine langwierige Fußverletzung hatte, habe ich lange überlegt, zu starten.“ Letztlich bereute er seinen Start in der Hansestadt keineswegs. „Auf dem Rad mit 4:07 Stunden für die 180 Kilometer ging es richtig ab. Auch wenn ich im Laufen zweitweise in einem Loch war, ein achter Gesamtplatz ist das, was ich mir vorgenommen hatte“, freut sich der Schützling von Trainer Gerald Reichert.

Alle hessischen Top-3-Platzierungen im Überblick:

Männer:

PROs:3. Paul Schuster (Rea Card Triathlon Team TuS Griesheim).

M35:    2. Christian Jung (SC Neukirchen),

            3. Henrik Apel (Triathlon Wetterau).

M40:    3. Frank Mertins (VfL Michelstadt).

M55:    3. Lothar Henkel (Tri Force Fulda).

M65:    2. Hans Joachim Wierschula (Ski-Club Neuenstein).

Frauen:

PROs:1. Katharina Grohmann (Fun-Ball Dortelweil)

            2. Daniela Sämmler (DSW Darmstadt/Erdinger Alkoholfrei).

W25:   1. Lisa Gerß (Triathlon-Team Gießen).

W45:   1. Petra Ostmann (Spiridon Frankfurt).


*Die hier aufgezählten Athleten stellen nur eine Auswahl dar. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Foto: Finisherpix.com
 

 

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