Ironman European Championship: Jan Frodeno entscheidet das Rennen im Marathon

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Die bereits im Vorfeld als Podiumsanwärter in Betracht kommenden Athleten Jan Frodeno, Patrick Lange und Patrik Nilsson erfüllten am Sonntag ihre Favoritenrolle und krönten sich mit europäischem Edelmetall.  Zunächst als Quartett mit Nick Kastelein, der in der zweiten Radrunde abreißen lassen musste, nahm das Trio dem Australier Josh Amberger lediglich eine Minute ab. Amberger setzte sich als schnellster Schwimmer über die zwei Runden im Langener Waldsee um zwei Minuten ab und verteidigte seine Führung bis zum Marathon. Jan Frodeno schließlich attackierte am zweiten Anstieg zum Heartbreak Hill in Bad Vilbel und ging mit einem 30sekündigem Polster vor Lange und Nilsson auf die Laufstrecke, wo er nach wenigen Metern die Führung übernahm. „Meine Strategie, mich im Laufen abzusetzen, ist aufgegangen“, sagt der zweifache Weltmeister im Ziel. Mit 2:39:06 Stunden für die vier Laufrunden distanzierte er seine beiden Hauptkonkurrenten deutlich und krönte sich nach 8:00:58 Stunden mit dem europäischen Titel. Lange ging mit 37 Minuten über die ersten 10 Kilometer an, konnte aber seine Pace in der dritten und vierten Runde nicht halten und musste sich auf den letzten Kilometern von Patrik Nilsson überholen lassen. „Meine Beine haben nicht mitgespielt“, sagt der Hawaii-Weltmeister. „Jetzt geht es erstmal kurz in den Urlaub, ehe ich mit der Vorbereitung auf Hawaii starte. Und da ist noch einiges zu tun.“

Patrick Lange versucht, dem Angriff von Jan Frodeno am Heart Break Hill zu folgen.

Bei den Damen unterbot die Schweizerin Daniela Ryf ihren 2015 aufgestellten Streckenrekord mit 8:38:44 Stunden.  Und das, obwohl die Radstrecke fünf Kilometer länger war! Ihrem Vorsatz, ein Rennen wie am 70.3 Rapperswill zu liefern, blieb sie treu: Lediglich sechs Männer finishten vor der Ausnahmeathletin am Römer. Sarah True, die genau wie Anne Haug ihre Premiere auf der Langdistanz gab, rannte mit Marathon-Streckenrekord von 2:54:58 Stunden auf Platz zwei (9:05:19) vor Vorjahressiegerin Sarah Crowley (9:11:31). Eine Radpanne nach dem ersten Kilometer kostete Anne Haug gut zehn Minuten. Im Marathon musste sie nach flotten Angang schwer beißen und erreichte auf ihrer ersten Langdistanz drei Minuten hinter Crowly einen starken vierten Platz.

Fotos: HTV

 

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