„Die DTU nimmt hier eine Vorreiterrolle ein.“

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Mit dem „Anti-Doping-Tag 2011“ ist die Deutsche Triathlon Union (DTU) einen Schritt im Kampf für einen sauberen Sport gegangen, den bisher noch kein anderer deutscher Sportverband gegangen ist. Nach Frankfurt hatte Anti-Doping-Koordinator Volker Oelze eine Reihe von Experten eingeladen, die das unschöne Thema aus allen Perspektiven betrachten halfen.
„Wir wollen einen sauberen Sport“, benennt Oelze den Hintergrund der Verbandsinitiative. „Daher gehen wir als Deutsche Triathlon Union mit diesem Informations- und Austauschtreffen voran, in der Hoffnung, dass unser Beispiel Schule macht.“ Die Veranstaltung in Frankfurt hatte durchweg positive Resonanz, so dass die DTU den Anti-Doping-Tag definitiv zu einer festen Institution machen wird. „Wir wollen mit der Thematik bewusst offen umgehen und so zeitig Prävention betreiben“, ist sich Geschäftsführer Matthias Zöll mit Oelze und allen anderen Verbandsvertretern einig.
Der erste von zwei Tagen des Treffens war mit hochkarätigen Referenten besetzt. Professor Gerhard Treutlein, der für sein Engagement im Kampf gegen Doping das Bundesverdienstkreuz erhalten hat, stand ebenso auf der prominenten Liste wie seine Professoren-Kollegen Reinhard Wodick und Georg Neumann. Ihre Themen reichten vom Alltagsdoping und Nahrungsergänzungsmitteln über den Medikamentenmissbrauch bis hin zu Kontrollverfahren. „Eine solche Veranstaltung hat bisher noch kein anderer Sportfachverband zustande gebracht“; lobte Treutlein. „Die DTU nimmt hier eine Vorreiterrolle ein.“

Im Anschluss an die drei namhaften Redner demonstrierte DTU-Mannschaftsarzt Dr. Lothar Schwarz in seinem Vortrag „Dopingfalle Hausapotheke“ den gut 50 Teilnehmern, darunter Vertreter der Triathlon-Landesverbände, Trainer und Athleten, die Gefahren des heimischen Apothekenschranks. „Unser Anspruch an diesem Tag war ein möglichst vollständiger Blick auf das Doping-Thema“, erläutert Organisator Oelze. Insofern wurden auch die Folgen eines Dopingfalls beim DTU-Anti-Doping-Tag nicht außer acht gelassen, indem Fachanwalt Frank Rybak sein Wissen referierte. Dominic Müser von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) beschloss mit einem Einblick in die tägliche Arbeit seiner Organisation, nützlichen Hinweisen zum ADAMS-Meldesystem der NADA und aktuellen Trends bei der Prävention den informativen Auftakttag.

„Die Bilanz ist eine rein positive“, blickte Anti-Doping-Koordinator Oelze auf eine rundum gelungene Veranstaltung zurück, die daher fester Bestandteil im Verbandskalender werden soll. Dieser positiven Kritik konnte sich auch die namhafteste Sportlerin unter den Teilnehmern nur anschließen. Anja Dittmer, die sich 2011 für ihre vierten Olympischen Spiele in London qualifizieren konnte und damit einen Rekord aufstellt, hatte viel zu diesem ihr eigentlich vertrauten Thema gelernt. Da der Anti-Doping-Tag einen großen Themenkreis geschlagen hat, waren auch für die Sportler viele neue Erkenntnisse dabei. „Es ist schön, dass die DTU hier die Sensibilisierung vorantreibt.“

Am zweiten Tag stand die Ausbildung neuer Dopingkontrolleure auf dem Programm. Insgesamt konnte die DTU zehn neue Kontrolleure schulen, die in den kommenden Monaten ihre Arbeit für den Triathlon-Verband aufnehmen werden. „Diese Quote ist hervorragend, so können wir den Anti-Doping-Kampf zukünftig mit einem schlagkräftigeren Team angehen“, freuten sich Oelze und Zöll. Dass dieser Kampf nicht einer gegen Windmühlen wird, ist hoffentlich eine der Folgen dieses Pionierschritts der Deutschen Triathlon Union.

 

 

Quelle: DTU

 

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